Geschichte Tübingens

Die Geschichte der Universitätsstadt Tübingen reicht weit zurück. Man schätzt die erste Besiedlung entstand schon durch Neandertaler. Die Kelten und Römer kamen später und hinterließen einiges an Spuren, das heute noch in zahlreichen Museen begutachtet werden kann. Tübingen an sich entstand im 6ten oder 7ten Jahrhundert als die Gegend von den Alemannen besiedelt wurde.

Tübingen taucht 1191 zum ersten mal in offiziellen Dokumenten auf und Schloss Hohentübingen im Jahre 1078 . 1146 wurde Hugo der 1. Pfalzgraf von Tübingen. 1231 wurde Tübingen durch die Ernennung von Stadtrechten als Stadt anerkannt. Ein Augustiner und ein Franziskanerkloster wurden 1262 und 1272 gegründet. Das Franziskaner Kloster existierte nur bis zur Protestantischen Reformation 1535.

1342 wurde Tübingen an Ulrich den 3ten, Graf von Württemberg verkauft und wurde somit Teil der Grafschaft.

Zwischen 1470 und 1483, wurde die Stiftskirche zu St. Georg errichtet. Die Räumlichkeiten der Stiftskirche boten die Möglichkeiten für eine der bedeutendsten Ereignisse der Geschichte Tübingens; die Gründung der Eberhard Karls Universität Tübingen, durch Eberhard im Bart Eberhard I.), den ersten Herzog von Württemberg 1477. Die Universität ist somit eine der ältesten Universitäten zentral- Europas. Tübingen wurde durch die Gründung der Universität schnell als einer der einflussreichsten und wichtigsten Orte für Bildung im gesamten Reich bekannt. Speziell für Theologie Studien galt Tübingen als überaus wichtig und renommiert. Bis zum heutigen Tag ist die Universität eine der Hauptarbeitgeber in Tübingen und immer noch eine der größten Universitäten in ganz Deutschland.

Im 30 Jährigen Krieg fiel Tübingen, zuerst in die Hände der Katholischen Liga. Zwischen 1635 und 1636 gab es einen Pestausbruch. Später wurde Tübingen von den Schweden erobert und letztendlich von den Franzosen, die es von 1647 bis 1649 besetzten.

Teile der Altstadt brannten 1789 nieder, wurden aber später so originalgetreu wie möglich wieder-erbaut.

In der Zeit des Nationalsozialismus, wurde die Synagoge in Tübingen, in der weltbekannten Kristallnacht, am 9ten November 1938, niedergebrannt. Der zweite Weltkrieg hinterließ an den übrigen Gebäuden der Stadt Tübingen aber sonst nicht viele Spuren. Es wurde von den Franzosen besetzt und wurde Teil Besatzungszone der Franzosen.

In den 60er Jahren wurde Tübingen zu einem Zentrum für Studenten Proteste und ist seitdem eine politisch ‚Grünes’ Zentrum in Deutschland.
In der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts wurde die Gegend um Tübingen noch um einige Dörfer und kleinere Ortschaften erweitert.